Die Geschichte des Sarges 7/7

Aktualisiert: Nov 19

Wir informieren über Tabuthemen aus unserem Berufsalltag.


Heutzutage tragen Verstorbene mehrheitlich private Kleider, die von den Verwandten ausgesucht wird. Früher hatte man von „Leichenwäsche“ gesprochen, dieser Begriff wird heute nicht mehr verwendet - wir sprechen vielmehr von Bestattungskleidern oder Sterbekleidern oder von „Hemd und Kissen“. Der Grund für diese Anpassung liegt im Wort „Leiche“ das oft mit einer negativen Assoziation behaftet ist. Es gibt komplette Garnituren, die in Bezug auf Farbe, Stickerei und Verzierung aufeinander abgestimmt sind, diese beinhalten Kissen, Decken, Sargbespannung und Bestattungskleid.

In der Schweiz ist häufig weisse (es gibt auch farbige) Bestattungswäsche aus Baumwolle oder Glanzsatin gebräuchlich. Etwas spezieller sind knitterarme Stoffe aus Viskose und Cretonne - nicht empfehlenswert sind reguläre Hemden, da sie zu stark knittern. Die Beschaffenheit der Textilien sollen den Verwesungsprozess nicht verzögern und bei einer Kremation keine schädlichen Rückstände im Offen bilden. Damenkleider haben meistens einen Spitzenkragen wobei Herrenkleider einen festen Kragen aufweisen.

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