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Gemeinsam durch die Trauer: Wie man den Verlust eines geliebten Menschen bewältigt

Aktualisiert: 26. Sept. 2023

Der Verlust eines geliebten Menschen ist eine der schwierigsten Herausforderungen, denen wir im Leben begegnen können. Die Trauer kann überwältigend sein und uns vor grosse emotionale und psychische Herausforderungen stellen. Als Bestattungsunternehmen sind wir uns der Bedeutung von Unterstützung und Begleitung in dieser schwierigen Zeit bewusst. In diesem Blog-Bericht möchten wir Angehörigen von Verstorbenen und Berufsgruppen aus Spital, Pflegeheimen und Altenheimen hilfreiche Tipps geben, wie man mit Trauer umgeht und sie bewältigt. Es ist wichtig zu wissen, dass man nicht allein ist und dass es Wege gibt, diese emotionale Reise zu meistern.


Sprechen Sie über Ihre Gefühle

Der Verlust eines geliebten Menschen kann eine Vielzahl von Gefühlen hervorrufen, darunter Trauer, Wut, Schuld, Verwirrung und vieles mehr. Es ist wichtig, sich selbst diese Gefühle einzugestehen und darüber zu sprechen. Finden Sie vertrauenswürdige Freunde, Bekannte oder Familienmitglieder, mit denen Sie offen über Ihre Emotionen reden können. Der Austausch von Gefühlen kann eine grosse Erleichterung bringen und helfen, die Trauer zu verarbeiten. Gleichzeitig versteht Ihr Umfeld, warum Sie sich im Moment so verhalten und kann besser mit der Situation umgehen. Jeder Mensch verarbeitet traumatische Erlebnisse anders, gehen Sie nicht davon aus, dass alle um Sie herum schon wissen wie es Ihnen geht.


Suchen Sie professionelle Hilfe

Manchmal kann es schwierig sein, mit Trauer allein zurechtzukommen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Trauer zu überwältigend ist oder dass Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Alltag zu bewältigen, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es gibt erfahrene Therapeuten und Berater, die speziell für die Unterstützung von Trauernden geschult sind. Sie bieten einen sicheren Raum, um über Ihre Gefühle zu sprechen und unterstützen Sie dabei, gesunde Bewältigungsmechanismen zu entwickeln.


Raus aus dem Alleinsein

In der Zeit der Trauer ist es wichtig, sich nicht zu isolieren. Suchen Sie nach Gemeinschaften oder Gruppen von Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Der Austausch mit anderen Trauernden kann Ihnen das Gefühl geben, verstanden und nicht allein zu sein. Die Bewältigung von Trauer und Verlust ist eine bedeutende Herausforderung, die jeden von uns im Laufe des Lebens betreffen kann. In der Schweiz haben sich verschiedene Institutionen und Organisationen darauf spezialisiert, den Menschen in diesen schwierigen Zeiten beizustehen. Eine solche Unterstützung findet sich in Form von Trauergruppen, Trauerbewältigung und Trauerhilfe.


Palliative Organisationen und Hospize nehmen dabei eine wichtige Rolle ein. Sie bieten nicht nur medizinische Versorgung für Menschen in ihrer letzten Lebensphase, sondern legen auch großen Wert auf die psychosoziale Unterstützung von Patienten und ihren Angehörigen. Durch Gespräche, Beratung und den Austausch von Erfahrungen innerhalb von Trauergruppen schaffen sie eine Umgebung, in der Trauernde gemeinsam ihre Gefühle ausdrücken und verarbeiten können.


Ein Beispiel ist der Trauertreff im Kantonsspital Baden. Hier erhalten Menschen, die einen Verlust erlitten haben, die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten zu treffen und ihre Trauer gemeinsam zu bewältigen. Solche Treffpunkte bieten eine Plattform für den Austausch von Emotionen und Erfahrungen, was dazu beiträgt, das Gefühl der Isolation zu verringern und Trost zu finden.


Neben den medizinischen Einrichtungen bieten auch wir als Bestattungsunternehmen an, mit uns ins Gespräch zu kommen. Neben den praktischen Aspekten der Bestattung bieten wir einfühlsame Unterstützung und Beratung, um Trauernden dabei zu helfen, ihre Emotionen zu verarbeiten und mit ihrem Verlust umzugehen.


Es ist ermutigend zu sehen, wie verschiedene Akteure in der Schweiz gemeinsam daran arbeiten, Menschen in ihrer Trauer zu unterstützen. Die Vielfalt der verfügbaren Hilfsangebote ermöglicht es den Trauernden, diejenige Unterstützung zu finden, die am besten zu ihren individuellen Bedürfnissen passt. In Zeiten der Trauer und des Verlusts können solche Angebote einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Menschen auf ihrem Weg der Heilung und Bewältigung zu begleiten.


Zeit nehmen, um zu trauern

Jeder Mensch trauert anders und es gibt keine festgelegte Zeitspanne, wie lange der Trauerprozess dauern soll. Es ist wichtig, sich selbst die Zeit zu geben, die Sie brauchen, um zu trauern und den Verlust zu verarbeiten. Vermeiden Sie es, sich unter Druck zu setzen oder sich schuldig zu fühlen, wenn Sie nicht sofort "über" den Verlust hinwegkommen. Es ist ein natürlicher Prozess, der Zeit und Geduld erfordert.


Erinnern und das Leben feiern

Inmitten der Trauer ist es auch wichtig, sich an die guten Zeiten und Erinnerungen mit dem verstorbenen Menschen zu erinnern. Feiern Sie das Leben und die besonderen Momente, die Sie geteilt haben. Verabreden Sie sich mit gemeinsamen Freunden und erinnern Sie sich an die schönen Geschichten aus dem gemeinsamen Leben. Das Erstellen von Erinnerungsalben oder das Abhalten einer Gedenkfeier kann dabei helfen, den Fokus auf die positiven Aspekte des Lebens des Verstorbenen zu lenken.


Einen festen Tagesrhythmus schaffen

Arbeitsabläufe und Tagesstruktur in der Trauerphase sind von großer Bedeutung, da sie den Trauernden dabei helfen können, sich in dieser schwierigen Zeit zu orientieren und einen gewissen Halt zu finden. Die Trauerphase kann oft mit starken emotionalen Schwankungen einhergehen, und eine strukturierte Tagesgestaltung kann dazu beitragen, dass die Trauernden sich nicht völlig verloren fühlen und den Alltag besser bewältigen können.


Hier einige Empfehlungen

Strukturieren Sie den Tag und schaffen Sie einen festen Tagesrhythmus. Das bedeutet, zu bestimmten Zeiten aufzustehen, Einkaufen gehen, Mahlzeiten einzunehmen und Schlafenszeiten einzuhalten. Ein strukturierter Tag kann helfen, dass man sich nicht in einem Gefühl der Leere oder der Ziellosigkeit verliert.


Für einige Menschen kann es hilfreich sein, nach dem Verlust eines geliebten Menschen wieder zur Arbeit oder zu gewohnten Alltagsaktivitäten zurückzukehren. Diese normalen Tätigkeiten können eine Ablenkung bieten und den Fokus von der Trauer ablenken. Es ist jedoch wichtig, sich nicht zu überfordern und sich auch Zeit für die Trauerarbeit zu nehmen.


Die Trauerarbeit sollte nicht ignoriert oder verdrängt werden. Es ist wichtig, sich Zeit für die Verarbeitung der Trauer zu nehmen. Dies kann bedeuten, bestimmte Zeiten oder Rituale in den Tagesablauf einzubauen, um bewusst mit der Trauer zu arbeiten. Dies kann das Schreiben in einem Tagebuch, das Ansehen von Fotos, das Erinnern an gemeinsame Momente oder das Ausüben von Entspannungsübungen sein.


In der Trauerphase kann es vorkommen, dass man sich schnell erschöpft fühlt. Nehmen Sie sich Zeit für Pausen und Auszeiten, um sich zu erholen und neue Kraft zu tanken. Dies kann bedeuten, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, in der Natur spazieren zu gehen oder einfach nur zu entspannen.


Sie sind nicht allein

Die Trauer um einen geliebten Menschen ist eine herausfordernde Reise, die Zeit, Unterstützung und Selbstfürsorge erfordert. Als Bestattungsunternehmen stehen wir Ihnen in dieser schwierigen Zeit zur Seite und möchten Ihnen dabei helfen, die Trauer zu bewältigen. Sprechen Sie über Ihre Gefühle, suchen Sie professionelle Hilfe, finden Sie Unterstützung in der Gemeinschaft und nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen. Es ist in Ordnung, Hilfe anzunehmen und gemeinsam durch die Trauer zu gehen. Denken Sie daran, dass Sie nicht allein sind und dass es Hoffnung und Heilung gibt.

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