Hilfreiche Institutionen

Gegen Ende jeden Jahres reflektieren wir die vergangenen Monate. Wir nehmen uns Zeit für die vielen Geschehnisse, die unseren Arbeitsalltag nachhaltig geprägt haben und Einfluss auf unser Team, unsere Unternehmung und unsere Kunden hatten. Im Gegensatz zu anderen Branchen geht es bei uns primär um Menschen und erst in zweiter Linie um Aufträge. Wir begleiten Hinterbliebene durch den Prozess des Abschiednehmens und die Verstorbenen auf Ihrem letzten Weg. Beides erfordert viel Feingefühl, Respekt und grosses Einfühlungsvermögen. Darum ist unser Rückblick kein Zurückblicken der Zahlen, sondern der persönlichen Ereignisse und besonderen Begegnungen.


Wir erleben vieles in unserem Beruf, kommen in Kontakt mit Gefühlen der Trauer und erleben unterschiedliche Reaktionen auf den Tod. Einige Menschen sind tief betroffen, können den Tod nicht begreifen, während andere kaum öffentlich Gefühle zeigen und die Angelegenheit rasch hinter sich bringen wollen. Wir vertrauen auf unsere Menschenkenntnis und unsere langjährige Erfahrung, um jedem Kundenwunsch gerecht zu werden, ohne zu urteilen. Unsere Aufgabe besteht darin, unsere Dienstleistungen so anzubieten, dass es für jeden Kunden stimmt.


Auch wenn wir professionell auftreten, gibt es doch auch bei uns immer wieder Geschehnisse, die uns persönlich beschäftigen. Folgende Beispiele beziehen sich nicht auf tatsächliche Beziehungen, sondern beziehen sich auf allgemeine Erfahrungen: Da ist die junge Mutter, die wegen einer Krankheit viel zu früh gestorben ist; der junge Motorradfahrer, der den Unfall nicht überlebt hat; ein Ehemann, der sich das Weiterleben nicht mehr vorstellen konnte oder die Grossmutter, die sich um die Enkelin gekümmert hatte. Jedes Leben hat eine besondere Geschichte und wäre mehr als nur ein Buch wert – wenn denn jemand ein Leben in Worte packen könnte. All diese Geschichten berühren uns und unsere Mitarbeiter, vieles lassen wir am Ende eines ereignisreichen Tages im Geschäft zurück – einiges nehmen wir mit nach Hause.



Von all den schönen Lebensgeschichten, derer wir durch die Hinterbliebenen teilhaben dürfen, sind die von gestorbenen Kindern die schwersten. Es passt in unser Denken, dass unsere Grosseltern und Eltern vor uns sterben. Sie sind älter als wir, es macht für unsere Logik Sinn, dass sie uns voran gehen. Bei den Kindern ist es nicht so leicht, man fragt sich nach dem Warum, nach dem Sinn eines Lebens, sucht nach einem Grund und versucht zu verstehen, wo es nichts zu verstehen gibt. Es scheint ungerecht, dass ein Kind vor seinen Eltern stirbt.


Gerade weil dieses Thema sehr schwer zu meistern ist, hat sich die Fachstelle kindsverlust.ch darauf spezialisiert, Eltern und Angehörige im Falle eines Kindsverlustes zu unterstützen. Das Kompetenzzentrum für nachhaltige Unterstützung beim Tod eins Kindes berät und unterstützt betroffene Familien kostenlos und vermittelt Angebote von Fachpersonen zur Weiterbegleitung. Weil auch uns dieses Thema sehr am Herzen liegt, ging unsere diesjährige Spende an die Fachstelle kindsverlust.ch. Wir unterstützen seit 2009 jährlich eine gemeinnützige Organisation, die in Verbindung mit unserer Arbeit steht und die wie alle sehr gerne weiterempfehlen.

Unsere bisherigen Spenden.